Direkt zum Hauptbereich

Rosmarinsalz a la Ibu

Guten Morgen Ihr Lieben. Ich glaube ich habe Euch lange genug mit dem Rosmarin vor der Nase herum gewedelt, oder?

Bedingt durch den Nicht-Winter der letzten Saison haben nicht nur die Dahlienknollen in der Erde überwintert, sondern mein Rosmarin war zu einem dicken, großen Busch herangewachsen. Und da ich nicht erahnen kann, wie der nächste Winter wird, habe ich vorletztes Wochenende kräftig  geerntet (nicht dass alles erfriert, nech).

IMG_5300 Diesen Berg hatte ich dann zum Verarbeiten in der Küche liegen (der Tisch ist übrigens 1m x 1m, nur so zum Mengenvergleich….). Zu zweit haben wir über eine Stunde die Nadeln abgefisselt. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie unsere Fingerspitzen anschließend aussahen!!! Staub und das enthaltene Öl sind eine innige Verbindung eingegangen, die nicht mal mit Seife und Wurzelbürste zu beseitigen war.

Das Ergebnis war ein komplettes Backblech voller Rosmarinnadeln

IMG_5325 Diese habe ich im Backofen bei 60 Grad Umluft vorgetrocknet. Wie immer starte ich solche Aktionen ganz spontan am Wochenende, da fehlen dann logischer Weise wichtige Zutaten…

 

Montag habe ich dann Limetten und Salz besorgt.
Und auf ein Backblech voll Rosmarin braucht man natürlich einiges….also 3 Päckchen Salz und 10 Limetten. Soll ja auch nach was schmecken…

IMG_5324 Die Limetten habe ich zuerst mit der Wurzelbürste gut geschrubbt und dann mit dem Zestenreißer nie Schale entfernt.

IMG_5323*hmmmmmmm* ich liebe Limette

 IMG_5326Die Zesten und den Saft habe ich dann mit den vorgetrockneten Nadeln vermischt und wieder bei 60 Grad Umluft in den Ofen gesteckt (bei leicht geöffneter Tür). Wie lange? Kann ich Euch gar nicht sagen. Ich habe gelegentlich durchgerührt und alles so lange im Ofen gelassen, bis es sich trocken angefühlt hat.
Schade, dass es kein Duftinternet gibt…die ganze Wohnung hat soooo lecker gerochen.

Danach dat Janze im Mörser (oder faul wie ich in der Küchenmaschine) zerkleinern und mit dem Salz mischen. Ich habe es nicht komplett fein gemahlen, sondern einen Teil mit Salz fein und einen Teil nur grob zerkleinert.

IMG_5334 Und das ist das Ergebnis: 5 Gläser Rosmarin-Limetten-Salz

 

Nein, das war nicht der komplette Rosmarin….

IMG_5330Variante 2: zusätzlich noch gemahlene getrocknete Zitronen- und Orangenschale und getrockneten Knoblauch

 

Und das war immer noch nicht der Rest vom Rosmarin….

IMG_5333 Variante 3: mit Chili, Knoblauch und Paprika
(die Etiketten vom Dekoladen, der mit “De” anfängt und mit “pot” aufhört, sind echt ne Frechheit. Die halten keine 5 Minuten *knarf*. Vor dem Foto noch mal angedrückt und BEIM Auslösen *flitsch* wieder an)

 

Jetzt hängen noch ein paar Zweige an der Decke, falls ganze Nadeln benötigt werden.
Von mir aus kann der Winter kommen, der Sommer ist im Glas.

Einen schönen Tag wünscht

signaturibu

Kommentare

  1. Das gibt wunderbare Weihnachtsgeschenke ♥ Da wart ihr ganz schön fleissig und Rosmarin ist zum Verarbeiten vielleicht ein wenig angenehmer als Lavendel - da dachte ich im Sommer, ich werde ohnmächtig *lach*

    Alles Liebe nima

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vom Geruch her war das seeehr angenehm (mal abgesehen davon dass man sofort Hunger bekommen hat). Aber die Finger!!! Kaum sauber zu schrubben und anschliessend immer noch klebrig (stricken ging dann erst einmal nicht).

      Löschen
  2. Fleissig, fleissig! Verbraucht ihr das ganze Salz, oder werden ddas Weihnachtsgeschenke?

    Unser Rosmarinbusch vor dem Haus ist bisher noch nicht erfroren - auch nicht in dem Jahr, in dem wir zwei Wochen lang -10 bis -15 Grad nachts hatten.

    LG
    Connie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das werden zum Großteil Weihnachtsgeschenke bzw. Mitbringsel. Ich muß nur noch hübsche kleine Gläser auftreiben (und gescheite Etiketten *grrrr*).

      Hier erfriert mir im Winter immer einiges, weil wir nach Süden völlig frei liegen. Da kann der Wind so richtig schön durch den Garten pfeifen. Und wie ich es mache ist es verkehrt. Packe ich alles dick ein, gibt es nen milden Winter und die Pflanzen gehen ein, weil kein Licht. Oder sie erfrieren weil ich nicht eingepackt habe.....

      Löschen
  3. ..........tolle Rosmarinprodukte sind das. Bei uns erfriert der Rosmarin auch nicht und ich nehme den ganzen Winter über Rosmarinspitzen weg für die Kartoffeln aus dem Backofen.
    Da ich meinen Hochstamm ab und zu ziemlich zurückschneide habe ich auch schon Sockenwolle damit gefärbt und die Farbe ist toll.

    Liebe Grüsse Traudel

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung (https://ibu-ibus.blogspot.de/p/datenschutzerklarung.htmlt) und in der Datenschutzerklärung von Google.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Viel zu viel Wolle...

... befindet sich in meiner Resteschublade. Diese ging mittlerweile nicht mehr zu. Lange habe ich nach einer schönen Anleitung gesucht, um den Resteberg abzubauen. Ne Decke ist bereits in Arbeit, es sollte irgend etwas anderes sein.
Beim Sichten der Anleitungen für den "Strickauszeit- und Hinterm Stein Jacken-KAL und Pulli-KAL" auf Ravelry bin ich dann über die Anleitung für eine Strickjacke gestolpert. Ja, so eine fröhlich bunte Restejacke für Sonntags auf dem Sofa, das ist es.
Also Anleitung gekauft und alle weichen Reste in Sockenwollstärke heraus gesucht, Merino und Sockenwolle mit Merino. Es soll ja so richtig kuschelig werden.

Und das ist das Ergebnis. Kunterbunt und sehr gemütlich.
 Die Jacke beginnt man mit der Kapuze und strickt dann daraus die Schultern und den Rücken heraus.
Um Blende und Kapuze herum läuft ein Band aus falschen Zöpfen, Bündchen und Taschenrand sind im Perlmuster, der Body wird glatt rechts und die Ärmel in einem Rippenmuster gestrickt.
Die Rest…

Wollmeisen Yarn-Club 2017 die Vierte // Walk your Way

Direkt am Neujahrstag habe ich mit der vierten und letzten Lieferung des Yarn Clubs 2017 begonnen.
Nach dem Tuch Radium aus Pure, der Jacke Magarete aus Lace (die ich nicht gestrickt habe) und dem Pullover Niki aus Pure gab es dieses Mal ein großes Kuscheltuche aus Blend.

Die Anleitung stammt von Melanie Berg und nennt sich Walk your Way
Zum Motto "Vier eigenwillige Frauen, die nicht nur Tolles geleistet haben, sondern einfach mutig, tapfer, eigensinnig, talentiert, besonders oder herausragend sind" hat sich Melanie Berg
Dian Fossey ausgesucht, die US-amerikanische Zoologin und Verhaltensforscherin, die sich der Erforschung des Verhaltens sowie dem Schutz der Berggorillas widmete.
Ihr erinnert Euch an den tollen Film Gorillas im Nebel mit Sigourney Weaver als Dian Fossey?  Passend dazu hat die Wollmeise zwei Stränge Blend gefärbt. Einmal ein tükisblaugrau mit dem Namen Karisoke und ein Beige mit dem Namen Digit, die an die Nebel im Dschungel erinnern sollen. Karisoke ist der Na…

Wollmeisen Yarn-Club 2017 die Dritte // Niki

Wie ich Euch im März schon erzählt hatte, habe ich mir dieses Jahr den Wollmeisen-Club gegönnt. Paket Nummer 1 war das Tuch Radium, Paket 2 war eine Jacke aus Lace (die Wolle dazu habe ich komplett verkauft, weil so gar nicht meins) und Paket Nummer 3 ein Pulli aus Pure.
Die Anleitung für den Pullover stammt diesmal von Åsa Söderman und hat Niki de Saint Phalle mit ihren fröhlich bunten Skulpturen als Vorbild.

Im Paket waren 3 Stränge Pure in den Farben  Hon (hellgrau) - nach „Hon − en katedral“ (schwedisch: „Sie − eine Kathedrale“), die größte Nana von Niki vor dem Stockholmer Moderna Museum
Jean (dunkellila) - Jean Tinguely, Künstler und ihr Ehemann
Le Paradis Fantastique (pink-rot) - Figurengruppe von Niki  und Jean für das Dach des französischen Pavillons auf der Expo 67 in Kanada

Und so sieht der Entwurf von Åsa Söderman aus:

Und so sieht mein "Niki" aus.
Nicht ganz nach Anleitung *grins*
Der Pullover wird von oben nach unten in Runden nach Asa’s Ziggurat-Methode gest…