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Einmal rund um den Klauskopf oder was haben wir es doch schön hier

[kann Spuren von WERBUNG enthalten. Ich werde für nix bezahlt, bekomme nichts zur Verfügung gestellt. Aber ich nenne gelegentlich Wollmarke oder verlinke Anleitungen, Orte usw.]

Letzte Woche hatte ich Euch ja schon ein paar Bilder von unserem Moppedausflug nach Riede zum Schloss und auf den Turm auf dem Klauskopf erzählt.
Auf dem dortigen Wanderparkplatz haben wir gesehen, dass es im dortigen Wald zwei nette Runden mit jeweils 4 km Länge gibt. Die wollten wir unbedingt bald mal laufen.
Um das möglichst nicht auf die lange Bank zu schieben(Stichwort das Leben genießen siehe vorheriger Post), sind wir am Sonntag relativ spät aufgebrochen.
Wollt Ihr mitkommen?
Habt Ihr Lust auf Wald, Aussicht und Rapsfelder?
Dann kommt mit!
...

Wir starten wieder auf dem Wanderparkplatz hinter dem Rieder Schloss und folgen zunächst dem Rundwanderweg 1

Dieser beginnt dort an der Säule, rechts von der tollen Blutbuche.
Unter der Buche steht ein Tisch und eine Bank aus Sandstein mit tollem Blick auf Riede, das Schloss und die Gegend.
Der Wollsockenverweigerer wollte dort schon gleich das Picknick auspacken. Aber nix da, erst einmal wie etwas marschiert!

Blick von der Blutbuche auf das Schloss...

... auf Riede ...

... und die nordhessische Landschaft.

Wir laufen immer am Waldrand entlang und es stinkt durftet gewaltig nach dem benachbarten Rapsfeld.

Der Weg ist wirklich super in Schuss. Uns trennt nur eine Reihe alter Bäume vom Rapsfeld.

 Wir kommen an ein Kapellchen, wieder mit einem grandiosen Ausblick.

 Hinter der Kapelle sieht man eingezäunte Steine.
???
Der Blick auf die Infotafel verrät, dass es sich um die Eremitage handelt.
Darin saß ein mechanischer Eremit, der dem Besucher die Hand entgegenstreckte, wenn ein Besucher die oberste Treppenstufe betrat.
Schräg... *grins*

 Also weiter zur Kapelle.


 Oben am Giebel das Wappen der Familie von Buttlar und die Schrift "Hennerkapelle".
(Henner = nordhessisch für Heinrich).
Die Kapelle wurde 1799 als Tempel von Heinrich Christoph Jussow (der auch Teile vom Schloss Wilhelmshöhe in Kassel und die Löwenburg gebaut hat) für Heinrich von Meysenburg gebaut (dem das Schloss Riede, genannt kleine Wilhelmshöhe gehörte).

 Der Henner Meysenburg hat es zur Meditation und als Ort der Philosophie benutzt. Kein Wunder bei dem Ausblick, oder?
Zur Kapelle und Grabstätte wurde es erst durch die von Buttlars 1928.

Zu kurz zum hineinlinsen ... :-D



Weiter geht es am Waldrand entlang bis zu einem Wald- und dann Feldweg. Diesem folgen wir nach rechts immer bergauf gehend.

Fast oben angekommen.

Auf dem Bergrücken liegt der Grillplatz von Riede, von dem man einen herrlichen Ausblick hat.


Da es schon kurz vor 18 Uhr ist, erhöre ich das Magenknurren des Wollsockenverweigerers. Wir lassen uns an einem der Picknicktische nieder und genießen....

Der Doppelgrill steht ganz romantisch unter einer alten Eiche.


 Der Bergsattel, auf dem der Grillplatz liegt, nennt sich Ried'sche Tränke. Die eigentliche Tränke (mehrere Quellen) liegt ein paar hundert Meter weiter auf der Wiese.
Dort oben rasteten die Waldecker Viehhändler unter den Huteeichen, um ihr Viechzeug zu füttern und zu tränken, bevor es weiter ging nach Kassel zum Viehmarkt.
Eine traumhafte Ecke!

Es geht noch ein Stück auf dem Wiesensattel abwärts, bevor wir rechts in den Wald abbiegen.
Im Wald treffen wir dann an den Strohtempel (der hatte mal ein Schilfdach und ist eigentlich ne Schutzhütte) auf den Wanderweg 2. Nummer 1 ginge dann nur noch das kurze Stück weiter bis zur Blutbuche und zum Parkplatz.
Da wir noch keine Lust haben heim zu fahren biegen wir link ab auf die Zwei. Wir sind gut gestärkt und die Sonne scheint auch noch.

Führt Runde 1 hauptsächlich durch Buchenwald und Wiese, so führt Rundwanderung 2 rund um den Klauskopf und vorwiegend durch Nadel- und Buchenwald. 

Durch die Nadelbäume ist es relativ durster, so dass ich keine Bilder mehr gemacht habe.
Aber es ist herrlich dort und es riecht intensiv nach frischem Holz, da der Holzbruch vom letzten Sturm zurecht gesägt am Weg liegt.

 Südlich vom Klauskopf kommen wir noch an einem Basaltsteinbruch vorbei.
Leider kann man die tollen Steinformationen nicht gut erkennen...


Zurück geht es wieder am Waldrand.
Der Abschluss bietet ein winziger Friedhof mit 3 Gräbern (unter anderem mit dem letzten Herren von Buttlar auf Riede) und 4 Kreuzen und einem grandiosen Blick auf Riede bevor es hinter dem Schloss und der dazu gehörigen Streuobstwiese wieder zurück zum Parkplatz geht.

Hach was war das eine nette Abendrunde.
Länge: 7,11km
Dauer: 1:30 bis 2 Stunden, ohne Pausen

Ich wünsche Euch ein schönes, langes Wochenende (so Ihr eins habt),
das Ibu

Kommentare

  1. Was für eine tolle Wanderung durch so eine schöne Landschaft! Und es ist sehr super, wenn man sagen kann, man lebt in einer so schönen Umgebung, dass man andauernd dort herumwandern und eigentlich gar nirgendwo anders sein möchte (Urlaub natürlich ausgenommen ;-))! Geht uns ja jetzt genauso, auch wenn es keine Berge hat, die fehlen uns alten Schnaufern auch überhaupt nicht. Rapsfelder in unmittelbarer Nähe waren auch mal mein Wunsch - jetzt wo wir genau das haben, ist es doch eher eine Plage, gerade jetzt, die Luft ist pollengesättigt, es stinkt und die Bienen ekeln sich.... Aber schön sieht es nun mal aus :-)
    Danke für diesen ausführlichen Bericht und die wunderschönen Bilder!
    Liebe Grüße
    Regina

    AntwortenLöschen
  2. Hach - da bin ich jetzt allzu gerne virtuell mitgelaufen - ihr habt es wirklich schön, direkt vor der Haustür. Wir müssen zwar immer ein bisschen fahren, wenn wir solche Ausflüge machen wollen - aber alles im vertretbaren Rahmen.

    Das Rapsfelder so stinken, ist mir noch nie aufgefallen. Muss ich direkt mal drauf achten, wenn ich einem nahe komme :-)

    Dickes Bussi aus Wien,
    nima

    AntwortenLöschen

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